Mein Praktikum in Costa Rica

Pura Vida – das ist der Begriff, der auf allen Souvenirs stand, die meine Eltern aus ihrem Costa Rica Urlaub mitgebracht hatten. So wie sie von ihrer Abenteuerreise geschwärmt hatten, war mir klar: da möchte ich unbedingt auch mal hin. Also begann ich ein Praktikum in Costa Rica.

Wie ich auf das Hotel gekommen bin?

Nach der Schule war mein Plan: erstmal raus aus dem verregneten Deutschland und irgendwo in den Sommer. Da ich sowieso noch nicht so genau wusste, was ich einmal machen möchte, bot sich ein Auslandsaufenthalt sehr gut an. Neue Impulse und Eindrücke würden mir bestimmt dabei helfen, eine Richtung für meine Zukunft zu finden. Nach langen Überlegungen entschied ich mich erstmal für ein Auslandspraktikum in Spanien, inklusive Spanisch – Vorbereitungskurs (der sich später noch als sehr hilfreich herausstellte). Da das Praktikum aber in letzter Sekunde abgesagt wurde, musste ich mich nach einer Alternative umsehen.

Praktikum in Costa Rica

Mit meinen neu erworbenen (dennoch sehr ausbaufähigen) Spanischkenntnissen, schaute ich mich – aufgrund der Empfehlungen meiner Eltern – nach einem Praktikum in Costa Rica um. Die Stellenbeschreibung des „Hotel Paraiso del Cocodrilo“ entsprach genau meinen Vorstellungen: Ein Tourismuspraktikum an einem Ort, wo andere Leute Urlaub machen. Nach einem sehr lockerem Skype – Gespräch mit dem Hotelchef Rainer ging meine Reise nach Costa Rica auch schon los.

Meine überraschend entspannte Anreise…

Mit der Buchung der Flugtickets kam allerdings auch die Aufregung: Ich bin vorher noch nie allein gereist und von meinen Freunden und meiner Familie war ich auch noch nie so lange getrennt. Als der Tag der Abreise dann näher rückte, sammelte sich aber natürlich auch die Vorfreunde. Mit ein paar „Abschiedstränen“ im Gesicht stieg ich in den Flieger und machte mich los. Die Anreise stellte sich als viel einfacher raus als gedacht.

…von Frankfurt über Amsterdam nach Liberia

Mit der Airline KLM flog ich von Frankfurt nach Amsterdam, wo ich eine Nacht blieb, und am nächsten Morgen ging es weiter nach Liberia, mit Zwischenstopp in San José. Als ich nach der langen Fahrt ankam, wartete schon ein von Rainer organisierter Taxifahrer auf mich, der ein Schild mit meinem Namen hochhielt. Die Fahrt zum Hotel dauerte zwei Stunden und ich konnte zum ersten Mal meine Spanischkenntnisse ausprobieren, da sich die Kommunikation auf Englisch doch als etwas schwierig herausstellte. Währenddessen sammelte ich schon einige Eindrücke vom Land und freute mich bereits auf mein Abenteuer.

Endlich im Hotel

Endlich am Hotel Paraiso del Cocodrilo angekommen begrüßte mich Rainer und wir quatschten noch ein wenig, bis ich dann hundemüde mein Zimmer bezog und schlafen wollte. ABER: da hatte ich die Rechnung wohl ohne das eingerostete Schloss der Tür gemacht. Diese ging nämlich nicht mehr auf und ich verfiel in leichte Panik. Durch das Rütteln am Türknopf wurde Rainer dann aber auf mich aufmerksam und wir konnten das Problem schnell lösen und ich konnte beruhigt schlafen.

Wie ich mir es vorgestellt hatte, wenn nicht noch schöner

Der Strand von Samara – Costa Rica von seiner schönsten Seite

Am nächsten Morgen ging die Arbeit schon früh los, was durch den Jetlag allerdings kein großes Problem war. Danach zeigte mir Rainer die Umgebung: Den Buena Vista Playa, Samara mit seinem Markt und sogar ein paar Strandbars. Es war genauso schön wie ich mir es vorstellt hatte, wenn nicht noch schöner – die Natur ist einfach atemberaubend und ich konnte sogar schon ein paar Affen sehen. Da es hier auch noch andere Praktikanten und Freiwillige gibt (zum Beispiel vom Buena Vista  oder die dem Hotel nebenan), konnte ich auch sehr schnell neue Leute kennenlernen. ​

Nichtsdestotrotz hatte ich am Anfang trotzdem Heimweh. So weit weg zu sein von Zuhause ist eben einfach eine Umstellung – was aber natürlich auch zum Abenteuer dazu gehört. Und wenn man morgens bei strahlendem Sonnenschein, umgeben von exotischen Pflanzen und Tieren in den Tag startet, ist die Sehnsucht nach Hause auch schnell wieder vergessen. Es ist eben einfach: „Pura Vida.“

 

 

Praktikum in Costa Rica (2. Teil)

Mein Hotel in Costa Rica

Hier kommt der zweite Teil meines Berichts: Das Auslandspraktikum in Costa Rica ist für mich eines der größten Abenteuer meines Lebens.

Montreal

Nach einem 7,5 Stunden Flug landete ich auf meinem letzten Zwischenstopp in der kanadischen Provinz Quebec. Damit begann mein kleines kanadisches Abenteuer, da ich in Montreal einen Aufenthalt von 16 Stunden hatte, bevor es endgültig nach Costa Rica ging.

Mit dem Bus ging es nach der Immigration, die dank des vorher beantragten eTA kein Problem war, direkt in die Innenstadt von Montreal. Zuerst steuerte ich eine größere Mall an, in der es zum Glück gratis WLAN gab. Dadurch konnte ich mir eine offline Karte für Google Maps herunterladen und Sehenswürdigkeiten markieren, die ich mir gerne anschauen wollte.

Typisch Mädchen „Hunger, Pippi, kalt“

Als es durch den ersten Park ging gab es für mich den ersten Schnee dieses Jahr, da es bei mir in der Heimat diesen Winter noch nicht geschneit hatte. Allerdings habe ich bei -3 Grad und dem scharfen Wind ohne dicke Winterjacke und – stiefel, auch als wirklich mega gefroren. Nachdem ich mehr als 10 Kilometer zu Fuß in der Stadt unterwegs war und mir einige Sehenswürdigkeiten wie den alten Hafen, die Notre-Dame Kirche und die olympischen Ringe angesehen hatte, dachte ich mir typisch Mädchen „Hunger, Pippi, kalt“ da es schon kurz vor 22 Uhr war, war für mich klar ab zu Mc Donald’s. Mit einem heißen Kakao und einem Muffin war mir schon geholfen. Da mir die Augen vor lauter Müdigkeit schon fast zufielen entschloss ich mich wieder zurück zum Flughafen zu fahren.

FakeTicket

Nachdem der Busfahrer mich fast übersehen hatte, konnte ich dank Vollbremsung auch entspannt und im warmen zurückfahren. Am Flughafen angekommen suchte ich mir einen Platz zum Schlafen. Glücklicherweise gab es einige Bänke, auf denen man einigermaßen bequem liegen konnte. Für ein paar Stunden konnte ich zum Glück ein wenig schlafen. Da mir noch meine letzte Boarding Karte fehlte ging es früh morgens noch einmal zum Check In Schalter. Zum Glück hatte ich mit einem Onward Ticket, einer Art FakeTicket, vorgesorgt und hatte dadurch kein Problem, so zu tun als würde ich nach 90 Tagen aus Costa Rica wieder ausreisen. Das ich vorhatte insgesamt knapp sieben Monate das Pura Vida zu genießen, musste die gute Frau ja nicht wissen 😉 .

Am Check-In Schalter gab es dann erst einmal einen großen Schreck, da man mir sagte ich hätte mein Gepäck am Vortag abholen und morgens wieder aufgeben müssen. Damit begann dann die lange Suche…

Premium Economy Angebot von AirCanada

Mehr als einmal lief ich durch den gesamten Flughafen (der zum Glück nicht allzu riesig ist) hin und her und fragte bei vielen Angestellten des Flughafens nach wo mein Gepäck sein könnte, wurde allerdings immer nur von A nach B und zurückgeschickt. Zum Glück sprach ich irgendwann eine sehr freundliche Angestellte von AirCanada an, die sich mit mir auf die Suche begab.

Das Ende vom Lied war, das mein Gepäck schon zu meinem Gate gebracht worden war und der ganze Aufwand und Stress umsonst gewesen ist. Dadurch das ich das Premium Economy Angebot von AirCanada nutzte, konnte ich zum Glück die Fast-Lane beim Security-Check nutzen. Aber schnell?! naja, eher nicht, wenn die elektronischen Geräte noch auf Sprengstoff getestet werden sollen und man hierfür von allen Geräten die Hüllen. Nachdem alles oh Wunder, frei von Sprengstoff war, ging es für mich im Laufschritt zum Gate. Natürlich, wie könnte es anders sein, lag dieses am anderen Ende vom Flughafen.

Nach der Aufregung war ich froh als ich endlich den letzten Flieger nach Liberia besteigen konnte!

Liberia

Endlich in Costa Rica! Nach sechs Stunden Flug war ich fast an meinem Ziel, jetzt hieß es nur noch vom Flughafen nach Samara zu kommen. Nach einigem hin und her und Taxi Angeboten ab 100$ aufwärts, fand ich endlich jemanden der mir eine Taxifahrt vermittelte, welche ich mir mit zwei Engländerinnen teilte. Endlich war ein Ende der Anreise in Sicht!

In Samara angekommen wurde ich netterweise von Rainer abgeholt, da der Taxifahrer für eine Fahrt außerhalb Samaras (es sind gerade einmal um die 10km) plötzlich 20$ extra haben wollte.

Endlich, endlich da!

Nach knapp 42 Stunden Anreise erreichte ich über eine holprige, mit Schlaglöchern gesäumte Straße und einen Fluss das Ziel meiner Reise, das Hotel Paraíso del Cocodrilo in Samara, Guanacaste.

Somit war die Anreise schon ein kleines Abenteuer für sich und ich bin gespannt welche kleinen und großen Abenteuer mich noch in Costa Rica erwarten werden.

Bis dahin werde ich erst einmal die Sonne und das ¡Pura Vida! genießen 🙂 .

Das Auslandspraktikum in Costa Rica ist für mich eines der größten Abenteuer meines Lebens. Das allein schon meine Anreise spannend werden würde, war mir bei einer vorgegebene Reisedauer von 37 Stunden von vornherein klar.

Zum ersten Teil

Ein Platz zum Chillen 

Klimawandel, leck mich oder wie?

Costa Rica Unterschied Karibik und Pazifik

Unterschied Karibik und Pazifik

Unser Urlaub steht fest. Aber was ist der Costa Rica Unterschied Karibik und Pazifik? Wo soll es genau hingehen, Karibik oder Pazifik- oder beides?                    

Karibisches Meer am Pazifik?

 

Karibik Strand Unterschied
Palmenstrand am Pazifik

Ein Urlaub in Costa Rica ist für viele ein Traum. Es ist das Natur-Land schlecht hin, mit dem Regenwald, den exotischen Pflanzen und Tieren und natürlich dem Meer!
Trotzdem muss man sich möglicherweise entscheiden: geht es an den Pazifik im Westen des Landes oder doch in den Osten? Also Costa Rica Unterschied Karibik und Pazifik was ist das genau?

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