Rießen Tat in Hojancha, Guanacaste

Gerodeter Wald, Viehweiden und extreme Wasserprobleme: so sah es noch vor Jahren in Hojancha, Guanacaste aus. Heute bietet sich uns aber ein völlig anderes Bild der Flora und Fauna, die Leute sind aufgewacht und arbeiten daran den Wald zu retten!

Viehweide statt Regenwald

1984: Das Gebiet auf der Nicoya Halbinsel ist komplett abgeholzt. Nichts ist mehr übrig von der einstigen Artenvielfalt und der üppigen Vegetation. Das hat nicht nur katastrophale für die Flora und Fauna, sondern auch für die dort lebenden Menschen. Denn auch der Fluss Nosara ist nahezu komplett ausgetrocknet: die Leute haben nicht genug zu trinken…

Schuld daran sind die Farmer, welche die einstigen Waldgebiete für ihre Viehhaltung abgeholzt haben. Als dann aber die Viehpreise sinken, eine Dürre vorherrscht und die extremen Schäden der Entwaldung offensichtlich werden, wandern 57% der Bevölkerung ab. Zurück bleiben wenige treue Einwohner und eine Menge Probleme…

Guanacaste Naturschutz
Luftaufnahme von Hojancha heute – der Wald hat sich erholt!

Rettung naht

Aber nicht alle Einwohner machen sich aus dem Staub und manche der Zurückgebliebenen sind bereit ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. 1992 laufen sich zwei alte Freunde über den Weg und beginnen miteinander über das rießen Problem zu reden. Sie wollen etwas ändern. Am selben Tag noch treffen sich Delfín Méndez und Asdrúbal Campos mit weiteren Freunden um eine konkrete Strategie auszutüfteln. Gemeinsam mit weiteren Einwohner wollen sie ein Gebiet aufkaufen auf dem wieder neuer Wald wachsen kann.

Wiederbeforstung Guanacaste
Bäume werden gepflanzt und der Wald blüht neu auf


Heute: Hojancha blüht auf!

Und es hat tatsächlich geklappt! Die gegründeten Fundación Pro Reserva Forestal Monte Alto hat es geschafft ein Schutzgebiet auszuweisen und die Wiederbeforstung hat bereits große Fortschritte gemacht. Auch der Fluss hat sich wieder erholt, die neue Vegetation wirkt sich also auch positiv auf die Wasserverfügbarkeit aus. Aber natürlich ist noch lange nicht alles geschafft…vor allem die jüngere Generation muss miteingebunden werden und lernen dieses Projekt naturgerecht fortzuführen. Nur so kann der Wald auch in Zukunft geschützt werden und noch weiter wachsen. Aber ein großer Teil ist immerhin schon mal geschafft. Heute kann Emel Rodríguez einen Weg unter Bäumen entlang gehen, die er selbst gepflanzt hat. Sein Vater war einer der Viehhalter, welche einst den Wald abgeholzt haben. Sein Sohn pflanzt heute neue Bäume.

Selfie war gestern – Drohne ist heute!

Chillen und Musik machen in Costa Rica? Hier ist es möglich!

Super Hotel zum Relaxen in Costa Rica!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.