Gesundheitliche Probleme durch nicht asphaltierte Straßen

Ein große Problematik in Costa Rica sind die häufig auftretenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die sich aufgrund der off-road Straßen ergeben. Die immense Staubentwicklung durch das vermehrte Verkehrsaufkommen führt seit Jahren zur gesundheitlichen Schäden bei den Anwohner. Asphalt könnte für einen erheblichen Rückgang der Atemwegserkrankungen im Zusammenhang mit Staub verantwortlich sein.

 

Wenn eine große Menge an Staub eingeatmet wird, werden bestimmte Allergene aktiviert, die Allergien auslösen. Diese Allergien können Heuschnupfen verursachen, der sich durch eine verstopfte Nase, schnarchen oder ähnlichen Symptome äußert. Andere Patienten leiden unter teils heftigen Asthmaanfällen. 

Neben den Atemwegsbeschwerden kann die Mischung von Staub und Schweiz auf der Haut Atopische Dermatitis (Neurodermitis) hervorrufen, die sich durch rote Hautreaktionen und Schwellungen äußert. 

 

Laut einer Studie der vergangenen fünf Jahre, basierend auf den Berichten des Krankenhauses La Anexion und des EBAIS in Nosara, hat sich die Anzahl der Atemwegserkrankungen in der Gemeinde Nosara um 64% reduziert.

Eine plausible Erklärung dafür könnte die Asphaltierung der Route 160 von San Fernando nach Nosara sein, die im März 2013 am Ende der Trockenzeit erfolgte. Gerade in dieser Zeit wird wegen der Trockenheit und den dadurch entstehenden Staubpartikeln in der Luft immer ein Anstieg an Krankheitsfällen verzeichnet. Natürlich wird durch den Straßenbau zunächst einmal mehr Staub als üblich verursacht, auf lange Sicht hat der Asphalt auf der Straße allerdings positive Auswirkungen für die Anlieger.

 

Frauen sind stärker betroffen

 

Ein anderer interessanter Gesichtspunkt der Studie des Krankenhauses La Anexion in Nicoya ist, dass vor allem Frauen unter den Atemwegserkrankungen im Zusammenhang mit Staub leiden. 

 

Der Grund dafür, ist weniger in physikalischen oder genetischen Faktoren zu suchen, als viel mehr in der Tatsache, dass Frauen dem Staub meist eine längere Zeit ausgesetzt sind. Laut Dr. Sofia Soto von der epidemiologischen Überwachungsabteilung des Krankenhauses in Nicoya verbringen Frauen mehr Zeit damit, Staub zu beseitigen - sei es beim Putzen oder Wäschewaschen, wohingegen die Männer außer Haus arbeiten sind.

 

 

gesundheitliche Grafik

Quellen: 

vozdeguanacaste

 

Graphic by Cucaramacara

 

 

 

 

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