Stellt Costa Rica für Frauen eine hohe Gefahr dar?

Da Costa Rica in Lateinamerika liegt, wird es von vielen Leuten – vor allem für Frauen – als besonders gefährlich eingeschätzt. Doch wie dramatisch ist die Situation wirklich und wie hoch ist die Gefahr?

Eigene Erfahrungen

Meine Freundin und Ich waren insgesamt vier Wochen unterwegs – drei Wochen in Costa Rica, eine Woche in Nicaragua. Wir sind nur mit dem Bus gereist und dadurch auch regelmäßig mit den Einheimischen in Kontakt geraten. Was man vorab durchaus erwähnen sollte: Wir haben die Dunkelheit komplett gemieden und waren somit nie nach Sonnenuntergang auf den Straßen unterwegs, sondern immer zu ‚christlichen Zeiten‘ in unserer Unterkunft. Zudem waren wir weder auf Party oder Remmidemmi aus, und neue Leute kennenlernen war auch nicht unser Ziel. Wir waren getreu dem Motto „Wir vertrauen Keinem außer Uns“ unterwegs. Und somit konnten wir eigentlich auch gar nicht in dumme Situationen geraten.

Backpacking  Gefahr Costa Rica
Reisen in Costa Rica

Hupende Autos

Dass die Ticos Machos sind und europäische – noch dazu blonde Frauen – Ihnen wohl zu gefallen scheinen, merkten wir jedoch relativ schnell. Hupende Autos oder Sprüche wie „Hola Guapa“ waren keine Seltenheit. Das konnte man alles aber getrost ignorieren und die Männer reagierten weder beleidigt auf unsere Ignoranz, noch wurden sie aufdringlich. Auch das „No, gracias“ wurde immer akzeptiert. Insgesamt fühlten Wir uns vor allem in Costa Rica immer total sicher und wir wurden ständig respektvoll behandelt und höflich behandelt. In Nicaragua hingegen schaute es schon etwas anders aus: Dort wurden wir viel mehr angegafft und man hatte das Gefühl, die Nicas würden Frauen mehr als Sexobjekte betrachten. Schlussendlich hatten Wir dort aber auch keinerlei Probleme oder ungewünschte Situationen – Wir haben uns aber wie gesagt auch immer brav an die Spielregeln gehalten!

Andere Situation in Nachbarländern

Ganz anders schaut es jedoch in anderen lateinamerikanischen Ländern und der Karibik aus: Laut Uno gelten die nördlichen Länder Zentralamerikas in Bezug auf Gewalt gegen Frauen als extrem gefährlich. Sexual- und Morddelikte an Frauen scheinen in Honduras, Guatemala, Mexiko und El Salvador ein verheerendes Niveau erreicht zu haben. Das sogenannte ‚Nördliche Dreieck‘ ist schon seit je als die gefährlichste Region der Welt bekannt – mit Ausnahme zu Kriegsgebieten. Femizid und organisiertes Verbrechen stehen hier tragischerweise auf der Tagesordnung. Die Kriminalität in diesen Ländern wird zudem durch die unzähligen Verbrecherbanden und Drogenkartelle verstärkt. Und auch in der Karibik werden die Menschenrechte streng missachtet: Von den zehn Ländern mit der höchsten Vergewaltigungsrate liegen alleine schon drei in der Karibik.

Der Spiegel schreibt: „Zwar gebe es in 24 von 33 Staaten Lateinamerikas und der Karibik Gesetze gegen häusliche Gewalt, heißt es in dem Uno-Bericht. Doch nur neun Länder hätten Gesetze erlassen, die gegen andere Formen von Gewalt gegen Frauen in der Öffentlichkeit oder im Privaten vorgingen.“ Die Realität ist traurig und man kann nur hoffen, dass sich in absehbarer Zukunft etwas ändert und die Frauen Unterstützung, Hilfe und letztendlich ein angstloses Leben erhalten.

Gesunder Menschenverstand hilft weiter – auch in Costa Rica

Meiner Meinung nach ist eine Reise nach Costa Rica für Frauen ohne Große bedenken möglich. Jedoch muss man sich wie bereits erwähnt vernünftig verhalten und man sollte nie vergessen, dass die kulturellen Werte und das ‚Bild der Frau‘ nicht dieselben sind wie in westlich europäischen Ländern. Man darf nicht blind und blauäugig sein, denn auch in Costa Rica kommt es regelmäßig zu Gewalt und Gefahren. Kriminalität ist beispielsweise in San José weit verbreitet, wonach streng davon abzuraten ist, sich nachts in den Straßen der Hauptstadt rumzutreiben.

Wo man sich definitiv sicher fühlen kann ist das Musik Hotel Costa Rica.

Weitere Artikel zu spannenden Themen finden sie auf unserem Blog Costa Rica.

Immer mehr Menschen sind Zuckerkrank

Gemüse statt Zuckerkrankheit

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bei einer Untersuchung schockierende Ergebnisse erzielt: mehr als 400 Millionen Menschen sind zuckerkrank.

Feststeht: in ärmeren Ländern ist Diabetes stärker vertreten

Innerhalb der letzten 40 Jahren hat sich die Zahl der an Diabetes-Erkrankten beinahe vervierfacht. Insbesondere betroffen sind, laut dem Bericht, Menschen aus Entwicklungs- und Schwellenländern.  Deutschland ist mittlerweile von Platz 6 auf Platz 14 der von Diabetes betroffenen Menschen gerutscht. Generell gelten europäische Staaten mittlerweile als Vorbild für andere Kontinente. Mit der Hälfte der Weltbevölkerung liegen China, Indien, USA, Brasilien sowie Indonesien auf den ersten fünf Plätzen. Zudem tritt Diabetes häufiger bei Männern als bei Frauen auf.

Wie konnte sich die Zahl in 40 Jahren vervierfachen?

Als Begründung für den massiven Anstieg sehen die Forscher das Bevölkerungswachstum, die höhere Lebenserwartung sowie Übergewicht. Problematisch ist, dass der weit verbreitete Diabetes Typ 2 rechtzeitig behandelt und erkannt werden könnte. Somit könnten Beschwerden gemindert und Todesfälle verhindert werden.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Und auch hier gilt wie so oft: gute Ernährung, viel Bewegung und Nichtrauchen sind der Schlüssel zum Erfolg. Nicht zu unterschätzen ist außerdem die Wichtigkeit regelmäßiger Kontrollbesuche beim Arzt. Und ganz wichtig: Weg mit der Chemie, her mit der Natur!

In Costa Rica tritt Diabetes seltener auf

In Costa Rica lagen die aufgrund von Diabetes aufgetretenen Todesfälle bei 4,87 %, was im Verhältnis zu anderen Ländern niedrig ausgefallen ist. Was macht das Leben der Costa-Ricaner gesünder oder wieso leben Costa-Ricaner länger? Hotelchef Rainer hat nach seiner Auswanderung nach Costa Rica um die Hotellodge Paraiso del Cocodrilo zu eröffnen, sein Diabetes ohne Medikamente besiegen können. Dieses Ziel konnte er durch eine Umstellung seines Lebensstil, gezielter Ernährung und regelmäßigen Betreiben von Sport erreichen.

 

Costa Ricas erste Tierklinik

Tierklinik für Hund

Gute Nachrichten für Haustiere in Costa Rica und für die, die diesen helfen möchten: Das erste Tierklinik des Landes ist in Arbeit.

Solidarisches Prinzip für Tiere in Not

Die Hundefutterfirma „Super Perro“ plant den Bau einer Klinik, die nach dem Prinzip der Zahlungsfähigkeit vorgeht. Tierbesitzer, die sich Behandlungen leisten können, werden einen Zuschuss für diejenigen geben, die es nicht können. Ebenfalls gibt es Zuschüsse für Straßenhunde oder andere herrenlose, verlassene Tiere.

Die erste Tierklinik in Costa Rica wird in Verbindung mit der Animal Rescue Association (Rescate Animal) verwaltet werden. Rescate Animal schätzt, dass es etwa zwei Millionen obdachlose Hunde im Land gibt.

Leistungen der Klinik

Angeboten werden in der Klinik Chirurgie, Grundversorgung, Pflege und Notfalldienste. Außerdem wird sie eine Apotheke beinhalten. Es werden zwei Krankenwägen für Notfälle zur Verfügung stehen um Tiere in abgelegen Bereichen zu erreichen.

Finanzielle Unabhängigkeit

Die Geldgeber der Klinik hoffen diese finanziell tragfähig zu machen und durch das solidarische Modell auf die Regierung oder Spenden verzichten zu können.

Virtueller Bau

„Super Perro“ hat bereits die nötigen Mittel um die Klinik zu bauen, aber möchte noch, dass 50.000 Menschen an einer virtuellen Baukampagne teilnehmen bevor sie den richtigen Bau beginnen. Teilnehmer können einen virtuellen Backstein mit ihrem Namen oder dem ihres Haustieres darauf kreieren. Diese virtuellen Backsteine werden dann eine tatsächliche „Mauer der Mithelfer“ in der Klink bilden.

Laut dem aktuellen Stand (10.11.2015) werden noch 771 Backsteine benötigt um mit dem Bau zu beginnen.

Eine ganze Menge Tiere gibt es auch am Rip Tempisque. Einen Erfahrungsbericht gibt es bei dem Blog der Costa Rica Samara Buschtrommel.

Gesundheitliche Probleme durch nicht asphaltierte Straßen

Eine große Problematik in Costa Rica sind die häufig auftretenden gesundheitliche Probleme und Beeinträchtigungen, die sich aufgrund der off-road Straßen ergeben. Die immense Staubentwicklung durch das vermehrte Verkehrsaufkommen führt seit Jahren zu gesundheitlichen Schäden bei den Anwohner. Asphalt könnte für einen erheblichen Rückgang der Atemwegserkrankungen im Zusammenhang mit Staub verantwortlich sein. „Gesundheitliche Probleme durch nicht asphaltierte Straßen“ weiterlesen